familienzuschlag · Gedanken zur Vereinbarkeit · Referendariat

Grau

Manchmal ist das Leben bunt, manchmal nicht.

Manchmal ist das Leben einfach grau. Ein nebliger Schleier, der alles verdeckt. Durch diesen Nebel dringt der ein oder andere Sonnenstrahl durch, versucht das Grau zu verdrängen. Und, jedes Mal, wenn das Licht sein Ziel fast erreicht hat, ziehen die Wolken wieder auf. Der Nebel wird dichter. Das Grau überwiegt.

Ich funktioniere. Ich funktioniere gut. „Sie schaffen doch alles so gut.“ „Du hast bisher immer alles geschafft.“ „Bei euch läuft doch alles super.“

Ja. Nein.

Nein. Das hängt von der Perspektive ab.

Ich will wieder mehr Licht. Ich wünsche mir Sonne, glitzerndes, funkelnde Strahlen. Ich wünsche mir Blau, Gelb, Rot, Rosa, Grün. Sogar ein wenig Orange. Aber kein Grau mehr. Das Grau ist aber was bleibt. Das Grau funktioniert mit. Das Grau unterdrückt jede Leichtigkeit, der Nebel umhüllt jeden weiteren Schritt. Und die Energie dagegen anzukämpfen nimmt mit jedem verlorenen Kampf weiter ab. Ich funktioniere. Ich funktioniere gut. Ich schaffe alles. Ich schaffe alles gut. Ich schaffe alles unter großer Anstrengung. Ich möchte einfach, dass wir alle mal wieder gesund sind. Ich möchte einfach wieder das Leben genießen. Ich möchte meine Tochter genießen. Ich möchte Zeit mit meinem Freund genießen. Ich will kein KRANK mehr. Ich will keinen EHRGEIZ mehr. Ich will keinen PERFKTIONISMUS mehr. Ich will keinen inneren DRUCK mehr. Ich will keinen NEBEL mehr. Ich will kein GRAU mehr. Ich will Sommer. Ich will Wärme. Ich will FARBE. Ich will Lachen. Ich will GESUNDHEIT. Ich will Zeit. Ich will. Ich will. Ich will eigentlich nur, dass jetzt JULI ist.

Nur, manchmal ist das Leben bunt. Manchmal nicht.

 

Advertisements

5 Kommentare zu „Grau

  1. Ach, liebe Juli….

    mir tut es richtig weh deinen Text zu lesen – innerlich. Denn ich kenne dieses Gefühl so gut. Es gab Zeiten, da habe ich ihm immer wieder nachgegeben, immer an das „Außen“ gedacht – nicht an mich. Aber ich bin wichtig! Diese Umkehr ist so unglaublich schwer. Erst als nichts mehr ging, habe ich es begriffen. Ich hoffe zu ziehst früher als ich damals die Notbremse. Wenn ein Weg nicht mehr deiner scheint – halte Ausschau nach kleinen, unscheinbaren Abzweigungen. Vielleicht sind sie ja der Weg in deine Zukunft – hell und klar.

    Bitte pass auf dich auf! Ich mache mir wirklich Sorgen! Und nicht nur seit kurzem…

    Liebe Grüße
    Mother Birth

    Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s