familienzuschlag · Referendariat · Unterrichtsbesuche

UB No. 4- XY

Das Referendariat rauscht an mir vorbei, genau wie die unverbloggten UBs.

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Mit dem einen Fach fertig, das andere gerade begonnen.

Während ich im August meinen vorerst letzen UB in Fach 1 dankbar hinter mir bringen durfte und jetzt erst mal prüfungsmäßig Ruhe bis zum Frühjahr habe, hatte ich kurz darauf meinen ersten UB in Fach 2.

Nun ja. Haha.

Es gibt einiges, was ich verbessern und optimieren muss.

  • Zeitplanung
  • Tafelbild
  • Aufregung
  • Selbstvertrauen in meine Kompetenzen

Denn abgesehen davon, dass die Planung viiiiiiiiiiiiiiiiel zu viel war und ich das aber rechtzeitig bemerkt und darauf reagieren konnte, hatte ich doch einen kleinen Blackout. Ich wusste nicht mehr, wohin mit was an meiner Tafel. Und in dem Moment ging auch das Selbstvertrauen flöten und ich dachte nur: „Ach du Sche*ße, das wars….!“ Fachleiterin und Direktor sitzen mittig hinten und unterhalten sich permanent. In meinem Kopf war der Dialog ungefähr so:

Fl: „Oh Gott, so schlimm hatte ich das nicht erwartet!“

Di: „Ja… die Frau Familienzuschlag, ich wusste, die kann nichts… Wie kann man nur so eine Stunde konzipieren….!!!“

Fl: „Vollkommen inkompetent die Frau! Dieses Tafelbild – eine Schande für alle Lehrer!“

 

… und so on….

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Ich kann gut den Schein wahren und improvisieren. Ich hab die Stunde zu Ende gemacht. Ich musste zwischenzeitlich über mich selbst grinsen, weil ich mir vorkam wie in einer Komödie. Und so deplaziert habe ich mich in keinem Moment in Fach 1 jemals gefühlt. Nein nie. Da war ich schließlich Fachfrau. Hier nun ja…. Ich hatte das Gefühl, es glitt mir alles aus der Hand und ich würde nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Jede Nachfrage der SuS wertete ich als ein Manko (in Fach 1 gilt: Nachfragen bzgl. Arbeitsaufträge sind ein No Go).

Ich verließ meinen Unterricht also in die Nachbesprechung mit der Erwartung einer ordentlichen Kritik. Aber ich war nicht ängstlich, schließlich war und ist mir klar: Ich bin hier ein absoluter Anfänger und jedes Feedback – auch zu hässlichen Tafelbildern – ist für mich ein gutes Feedback.

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Der erste Besuch und die erste Nachbesprechung

Zuerst: Meiner kritischen Selbstreflexion wurde zugestimmt. Aber, – und das hatten wir beim Ausbildungsstandsgespräch ja auch schon mal gehört: ich sei zu selbstkritisch. So tragisch kam es wohl nicht an, wie ich es da vorne an meiner Tafel empfunden habe.

Das erhaltene Feedback war durchweg konstruktiv und wohlwollend. Alles supi. Vielen Dank, Frau Fachleiterin.

Aber dann kam die Krönung vom Direktor, der sich bis dato nicht wirklich für mich erwärmt gezeigt hat (auch nicht schlimm). Der sagte: Frau B., sie haben etwas ganz besonderes an sich. Etwas magisches. SchülerInnen lieben sie. Wie sie im Raum präsent sind ohne zu viel Raum einzunehmen, ihre Gesten, ihre Mimik, ihre Reaktionen auf ihre Aussagen. Ich hätte auch gerne bei Ihnen Deutschunterricht.

 

Hach, und ich bin jetzt vielleicht in sie verliebt.

 

Ich grüße euch herzlich, liebe Leser – eure MagicJuli 🙂

 

 

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4 Kommentare zu „UB No. 4- XY

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