familienzuschlag

Ein Wiedersehen.

Es ist einige Zeit vergangen seit ich meinen letzten Blogpost veröffentlicht habe. Nicht nur ein paar Tage oder Wochen, nein es ist sogar Monate her.

Ich habe es einfach nicht geschafft, einen Post fertig zu schreiben. Ich bin auch durchaus gespannt, ob ich diesen hier veröffentliche. Ich habe euch nicht „Auf Wiedersehen“ gesagt, weil ich es einfach passiert ist. Aber hier bin ich nun. Zurück.Vielleicht kommt ihr wieder mit auf meinen Weg – für ein Stückchen, eine kurze Weile.

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London 2014 mit meinem Herzenskerl.

Es war viel los. Und auch wieder nicht.

Das Schuljahr ging zu Ende. Und es war eine anstrengende Zeit vor den Ferien. Abgesehen vom normalen Schulwahnsinn, musste ich auch noch an eine zweite Schule um dort zu unterrichten. Mein 1. Fach wird an meiner Schule erst ab Jahrgang 10 angeboten, deshalb musste ich zwischendurch an eine andere Schule mit anderer Schulform, um dort auch in der „richtigen“ Sek 1 unterrichten zu können. Außerdem hat Ende Mai meine Ausbildung im 2. Fach begonnen. Viel auf einmal. Ich wünschte, ich hätte das mit den 2 Schulen parallel eher gewusst – dann hätte ich das besser organisiert.

Zeit für mich.

Außerdem ist mir bewusst geworden, wie wenig Zeit ich eigentlich so wirklich für mich habe. Bloggen war/ist mein Hobby – eine Auszeit. Aber dann irgendwann hat mir das nicht genügt. Ich war so unzufrieden mit mir und meiner freien Zeit. Deshalb habe ich kurz vor den Sommerferien Projekt Abspecken gestartet. Ich habe mich in den letzten beiden Monaten im Joggen trainiert und meine Ernährung wieder auf normal umgestellt. (Vorher war es häufig: den ganzen Tag nichts essen, abends dann Schrott in Form von Keksen, Gummibärchen, Chips, etc.pp.) Und tada: Ich bin jetzt mittlerweile bei einem Gewicht noch unter dem Vor-Schwangerschaftsgewicht. 8,5 Kilo weniger habe ich dadurch erreicht und ich fühle mich einfach schon so viel besser. Karl-Heinz (mein Bauch) ist allerdings immer noch mein treuer Begleiter, der wird wohl nur mit ordentlichst Sport den Rückzug antreten. Ich tue mir und meinem Körper gerade täglich etwas Gutes und nehme mich bewusst war. Das hilft. Und das ist untergegangen, während ich meinem Ideal von mir selbst – arbeitende, gut organisierte, toughe, fürsorgliche Mama – hinterher gerannt bin.

Mein Kopf war nicht frei und ich bin mir nicht sicher, ob er es jetzt schon ist. Aber ich habe mich die letzten Wochen eher körperlich als psychisch um mich kümmert. Und das tat auch mal gut in dieser verkopften Referendariats-Welt. Wirklich.

Schulalltag mit neuem Fach.

Und jetzt gehe ich schon einige Wochen wieder in die Schule. Und es macht mir Spaß. Auch, wenn bei Kerl und Kind wieder mal eine Krankheitswelle ausgebrochen war, ich bin der Fels in der Brandung. Ja, es ist anstrengend – ABER – gerade läuft es trotzdem.

Ich unterrichte das erste Mal in meinem Leben so richtig in einem Klassenraum. Mit Tafel. Mit Buch. Mit Arbeitsblättern auf denen Lücken sind. Auf denen die Arbeitsaufträge schon formuliert sind. Das ist witzig und manchmal fühle ich mich wie in einem Film. Ein bisschen Authentizität behalte ich mir ein und versuche die Klasse öfter mit unerwarteten Breaks zu überraschen. Außerdem können meine Schüler bereits nach 4 Stunden sehr gut klatschen.

Ich habe die letzten Wochen sehr viel Kontakt mit meiner Fachleiterin gehabt – die nämlich auch an „meiner“ Schule unterrichtet. Diese Frau beeindruckt mich sehr und das tut mir gut. In meinem Studium fehlten positive, weibliche Vorbilder, die an der Schule tätig waren/sind. Da gab es immer nur die coolen freiberuflich arbeitenden Damen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Aber meine Fachleiterin hat so einen Anschein von perfekt und glücklich. Sie hat einen Sohn, der 3 Monate jünger ist als Carli. Sie ist intelligent. Sie ist sehr höflich und nett. Sie ist mega gut organisiert und strukturiert (das beeindruckt mich ja eigentlich am meisten). Sie ist engagiert. Und sie macht sau guten Unterricht. Irgendwo hat sie sicherlich auch ihr Päckchen und ihre Makel, aber ihren Job macht sie – soweit ich das bis hier beurteilen kann – sehr gut. Und das spornt mich irgendwie an und motiviert mich auch für dieses 2. Fach.

Alltagsoptimierungswahnsinn

Alles in allem: Es läuft. Ich plane voraus. Ich versuche den Überblick zu behalten. Ich bin sehr diszipliniert. Dadurch erleichtere ich mir sehr die Arbeit. Ich nutze die Zeit in der Carli in der Kita ist immer zum Arbeiten. Und arbeite dafür nicht mehr, wenn ich sie abgeholt habe. Das funktioniert weiterhin und ist für mich die optimale Lösung.

Was jetzt noch fehlt ist eine Wiedereingliederung meiner sozialen Kontakte, die außerhalb meines Berufsfeldes, noch übrig sind. Also meine Freunde. Für die habe ich (noch) keinen Platz gefunden. Also nur ganz spärlich und sporadisch.

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Schön, dass ihr hier noch vorbei schaut – auch, wenn ich solange so still gewesen bin. Ich war die ganze Zeit noch hier. ❤ Juli

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6 Kommentare zu „Ein Wiedersehen.

  1. So schön wieder was lesen zu können von dir! Es hat mir irgendwie gefehlt, muss ich gestehen… 💜
    Ich hoffe, dass du auch noch Zeit und Platz in deinem Leben für uns hast, denn ich möchte dich im Herbst zu gerne besuchen kommen 😘

    Liebe Grüße
    Andrea

    Gefällt 1 Person

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