familienzuschlag

Planänderungen

#Kurzgebloggt

Unsere Woche lief bisher nicht in geordneten Bahnen.

Montag ist Carli statt sonst 40min ganze 3 Stunden mit in der Schule gewesen. Und das ohne Mittagsschlaf in der Kita. Denn ihre Bezugserzieherin ist zurück und die hat 98% der Mittagsschlafeingewöhnung nicht mitbekommen. Oder Carli hat sich so über sie gefreut. Eins von beidem oder beides waren Grund dafür, dass ich Carli um 14h abgeholt habe ohne dass sie geschlafen hat. Trotzdem war sie in der Schule super lieb. Sie findet die Schülerinnen auch alle so toll. 3 Stunden ist sie mit gewesen, weil die Züge vom Herzenskerl supermegakrasstotale Verspätung hatten. Sie ist schon auf dem Rückweg von der Schule eingeschlafen und hat dann 14,5 Stunden selig geschlummert. Das war einfach ein mega anstrengender Tag für sie.

Pädagogikseminar mit Kind

Carli musste Montag ja schon wirklich extrem mitlaufen. Das sollte dann nicht besser werden in dieser Woche, denn gestern abend gegen 18h rief mich die Leiterin unserer Krippe an: „Wir haben einen Wasserschaden – die Kita bleibt morgen leider geschlossen.“

So spontan ist schlecht. Für mich war klar, dann muss ich im Studienseminar darum bitten, dass ich Carli mit zum Pädagogikseminar nehmen darf.

Die Antwort kam promt: Ich darf.

Eine Kita-Mama und meine Nachbarbekannte von unten aus dem Haus haben beide angeboten, auf Carli aufzupassen. Aber das Seminar geht in Carlis Mittagsschlafszeit und mir war das ehrlich gesagt zu heikel. Dann lieber Stress für Mama und mit ins Seminar.

Und siehe da: Vereinen statt Trennen – es war wunderbar. Sie war super lieb. Saß auf dem Tisch oder meinem Schoß. Hat gemalt, gelesen, gespielt, gegessen. Ist mal kurz durch den Raum gekrabbelt, aber saß beinahe 2h still. Sie hat zwar gebrabbelt und kommentiert, aber nicht gemeckert und war ein Sonnenschein.

Kurze Pause im Seminar. ❤

… bis das Seminar zu Ende war und wir den Heimweg angetreten haben. Denn da kam dann doch die Mittagsmüdigkeit. Und natürlich Baustellen auf dem Rückweg. Und das Auto warm. Und die Nerven….

Das funktioniert so nicht. Planänderung!

Eigentlich hatte ich den Tag anders geplant. Aber die ganze Woche war schon anders gelaufen als ich mir das vorgestellt habe.

Eigentlich wollten wir heute zu meiner Familie fahren. Aber dank GleisarbeitenBaustelleZugDBirgendwas brauchen die Züge momentan doppelt so lange. Das hätte 2,5 Stunden Zugfahren bedeutet. 2,5 Stunden die Carli sich wieder anpassen hätte müssen, nicht wirklich bewegen, keine frische Luft, etc. Und mir selbst wurde es auch zu viel. Ich hätte mit Carli nach ihrem Mittagsschlaf sofort zum Bahnhof rennen müssen.

Deshalb habe ich den Zug storniert und wir fahren erst morgen.

Deshalb hab ich das Chaos in unserer Wohnung ignoriert.

Deshalb bin ich mit Carli 2 Stunden in der Sonne auf dem Spielplatz gewesen.

Deshalb durfte Carli heute Nachmittag bestimmen, was wir machen.

Deshalb haben wir 30 Minuten geschaukelt.

Deshalb gab es orientalische Linsensuppe zum Abendbrot.

Deshalb durfte sie in ihrem Autositz im Wohnzimmer Bücher lesen.

Deshalb hab ich uns einen kleine Auszeit gegönnt.

Deshalb geht es mir jetzt entspannter.

Ich musste wirklich über meinen Schatten springen, um unsere Anreise zu verschieben. Ich wollt niemanden enttäuschen. Aber es war richtig so. Mein Kind und ich brauchen auch mal Pausen und Ruheinseln.

Meine Freundin sagte neulich: Wir sind momentan immer wieder am Limit. Wir müssen besser auf uns aufpassen.

Das hab ich heute gemacht. Und es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich auf Grund von Überforderung und Stress schon so früh gesagt habe: Stop. Das geht nicht. Das funktioniert so nicht. Ich muss jetzt sofort etwas ändern. Früher, ohne Kind, wäre ich solange weitergegangen bis ich einen Zusammenbruch gehabt hätte.

Aber diesmal musste ich nur ein paar Tränchen trocknen und bin ein bisschen stolz auf mich. Man lernt eben nie aus.

 

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5 Kommentare zu „Planänderungen

    1. Ja. Aber frag nicht wie. So toll, dass mit dem Mitnehmen und so auch manchmal klingt, so anstrengend ist das auch oft. Man muss Windeln, Essen, Spielzeug einpacken und seinen eigenen Kram. Alles alleine von A nach B schleppen und immer 200% konzentriert sein. 100% auf seine Arbeit und 100% aufs Kind. Und dann natürlich immer der latente innere Druck, dass die Stimmung bei Carli nicht kippen darf. Einerseits ist es auch schön, das mit ihr zu erleben, aber dann muss auch irgendwo im Wochenplan eine Entlastung und Ausruhzeit eingeplant werden. Das zu optimieren, daran arbeite ich noch stark.

      Schaukel heisst hier „hui“ 😄

      Gefällt 1 Person

      1. Ja, das glaube ich dir, dass das unglaublich anstrengend ist! Das ist Aug anstrengen mit zwei Kindern einen ‚ruhigen ‚ Nachmittag irgendwo zu verbringen 😂

        Emia sagt auf der Schaukel auch immer hui 😂😂😂

        Gefällt 1 Person

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