familienzuschlag · Gedanken zur Vereinbarkeit

Ich versuche es allen anderen recht zu machen – ja, aber was ist denn mit mir? #Gedanken zur Vereinbarkeit

Lisa von geborgenundgeliebt hat zwei kleine Kinder, ist gerade innerhalb von 1,5 Tagen umgezogen und managet ihren Familienbetrieb in jeder Lebenslage. Manchmal muss man Prioritäten setzen – auch, wenn das nicht immer funktioniert. Hier sind ihre Gedanken zur Vereinbarkeit von Familie, Kindern, Freund, Haushalt, Hobbys und allem was dazu gehört!

 

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Quelle: pixabay.de

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Juli von familienzuschlag hat mich gefragt, wie ich alles unter einen Hut bekomme: also Haushalt, zwei Kinder unter zwei Jahren, Partner, Termine und natürlich auch meine Bedürfnisse.

Bevor meine Kleinste auf der Welt war lief alles super – der Haushalt war mit Links gemacht, die Zeit vor einem Termin war durchgeplant und auch sonst schien alles halbwegs gut zu laufen.
Tja, dann kam mit der Geburt der Kleinen die Realität auf mich zu.

Manchmal stapelt sich das wenige Geschirr, das wir haben, in der Spüle und eigentlich über all, wo wir gegessen haben. Krümel sind über all – der Wäscheberg ähnelt dem Mount Everest und auch sonst regiert hier das Chaos.

Aber – und da setze ich mal ein dickes, fettes, imaginäres Ausrufezeichen hinter – es ist nicht immer so. Auch ich habe eine innere Stimme die mich wie ein nerviger Wecker an das „hochkommen“ erinnert. Augen zu und durch – es ‚muss‘ sein, denn ich mag es so nicht.

Aber wenn ich denn dann mal meinen inneren Schweinehund gezähmt habe und es einigermaßen läuft, dann bahnt sich irgendwie immer wieder ein ‚Problem‘ an: ein Kind ist krank.

Ja, auch das kommt vor und ist absolut in Ordnung. Der Haushalt bekommt dann den Namen „Haus-Halt!“ und es wird sich um das kranke Kind gekümmert. Das Zweite fordert natürlich auch Aufmerksamkeit, also läuft man durch die chaotische Bude, sucht alles „Lebensnotwendige“ für die Kinder (Spielsachen, trinken, Windeln etc) und macht es sich entweder im Bett oder auf dem Sofa gemütlich.
Und ja, auch mich kann es ziemlich nerven, wenn ich nur von A nach B laufe um beiden Kindern in irgendeiner Weise gerecht zu werden – ich muss oft abwägen, welches Bedürfnis von welchem Kind gerade stärker bzw wichtiger ist – ist es die volle Windel von Kind #1 oder der Hunger/Durst von Kind#2 ? Ein einfaches Beispiel, manchmal ist es nicht ganz so einfach und ich muss erstmal herausfinden, was überhaupt los ist.

Es ist verdammt anstrengend – vielleicht mache ich es mir auch manchmal einfach nur anstrengend – aber zwei kleine Kinder saugen einem manchmal die kleine Menge Energie, die man hat, raus.

Mein Glück : bisher waren die beiden noch nie gleichzeitig krank, die Kleine ist wohl sowieso immun gegen alles – Muttermilch sei dank.

Doch auch so kleinereeigentlich nur vom Kinderarzt inszenierteNotfälle gab es hier schon.
Ja und wie es ja meistens so ist: ich alleine mit den Kindern und eines davon verunglückt.
Aber selbst da wird man kreativ – Freundin anrufen, in dem Moment kommt auch der Papa nach Hause und man bekommt auf einmal doch alles geregelt. Ein Kind bleibt zuhause und mit dem Anderen fährt man in die Klinik oder zum normalen Arzt.

Und dann wäre da ja noch mein Partner, mein Liebster, mein Seelenverwandter, der Vater meiner Kinder Schatzi.
Natürlich soll auch er nicht zu kurz kommen, aber die Realität sieht dann doch manchmal anders aus.
Man plant morgens, was man Abends zusammen machen kann – doch nachmittags schwinden schon die Kräfte und abends beim Kinder in den Schlaf begleiten, nockt es einen dann so richtig aus und wir beide schlafen.
Das geht dann immer so weiter bis wir es dann doch mal schaffen nach fünf Tassen Kaffee und Streichhölzern zwischen den Augenlidern noch abends Zeit miteinander zu verbringen.
Doch meistens merken unsere Kinder das, bzw das kleine Milchmonster, welches gewohnt ist direkt an Mamas Brust zu schlafen. Tja, dann fängt auch abends das Pendeln zwischen Mann und Kind an bis ich kapituliere und beim Kind im Bett bleibe.

Es ist schwer ihm gerecht zu werden – aber irgendwann wird auch die Zeit kommen, in denen wir mehr Zeit für einander haben.

Plane ich meinen Tag durch damit Alles organisiert ist und ich weniger Stress habe?
Hab ich mal versucht – hat nicht geklappt.
Ein Leben mit zwei kleinen Kindern ist eher wenig planbar. Oder ich bin einfach unfähig.
Wobei ich langsam mal anfangen möchte mehr zu organisieren – vielleicht pendelt sich dann auch der Haushalt mal wieder ein – who knows? Oder habt Ihr so etwas? Habt Ihr da einen Trick?!

Auch Temine sind stressiger geworden mit der Geburt meiner zweiten Tochter
Mit einem Kind denkt man sich „Puh, ich muss etwas früher mit Anziehen etc anfangen, nicht das wir zu spät kommen“ – mit zwei Kindern denkt man „Mist! Wir haben noch genau fünf Minuten um den Kinder einfach irgendwas anzuziehen und wir selbst sind auch nicht fertig – egal, los geht’s!“
Wirklich, wie oft bin ich ‚unfertig‘ aus dem Haus gegangen – wie oft war mir das verdammt unangenehm – aber was soll’s, die Kinder merken, wenn man unter Zeitdruck steht oder ein Termin ansteht.

Normalerweise denke ich mir „Ja, dann komm ich halt zu spät, ist nun mal so“ , aber wenn es dann soweit ist, dann versuche ich alles um doch pünktlich dort aufzutauchen.

Wir sind vor kurzem umgezogen, und ich habe mir das alles stressiger vorgestellt – mag vielleicht auch daran liegen, dass ich mit den Kindern in der neuen Wohnung geblieben bin, schon mal versucht habe einige Sachen auszuräumen und irgendwie Ordnung in dieses Umzugschaos zu bringen. Hat natürlich alles nicht so geklappt – Kinder waren müde und es gab kein Bett, kein Sofa nichts. Nur den harten Boden. Und ihr glaubt ja nicht, dass meine Kinder auf dem harten Boden schlafen, wenn sie ein tolles, weiches Bett gewohnt sind. Hatte also zwei übermüdete kleine Kinder, eins davon auch noch am Stillen – es hat mir doch einige Nerven abverlangt. Aber dank der Unterstützung von Freunden und Familie haben wir den kompletten Umzug innerhalb von 1,5 Tagen geschafft.

Natürlich hätte das alles besser geplant werden können, aber so kurzfristig wie wir das Alles gemacht haben – es ging einfach nicht anders.

Es muss auch laufen, wenn ich krank bin
Wobei ich dann immer darauf hoffe, dass sich mein Partner für den Tag frei nimmt – aber manchmal kann er das auch nicht.
Ich nehme mir da auch ‚Zeit für mich‘, indem ich es mir auf dem Sofa gemütlich mache, der TV eingeschaltet bleibt und ich versuche so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig zu machen.

Ich schreibe die ganze Zeit, dass ich versuche es allen anderen recht zu machen – ja, aber was ist denn mit mir?
Wo bleiben denn meine Bedürfnisse?
Ich blogge oft wenn die Kinder schlafen – manchmal ist das auch noch mitten in der Nacht – oft schreibe ich mir auch Sachen in meinen Planer damit ich mir Notizen zu meinen Gedanken, Ideen und sowas alles machen kann.
Wobei meine Liste länger und länger wird und ich irgendwie nichts abgearbeitet bekomme.

Nebenbei oder abends (wenn die Zeit da ist) häkel oder stricke ich. Auch kann ich manchmal Nachmittags, wenn der Liebste nachhause kommt, mal Zeit für mich haben – oder ich nehme sie mir einfach, weil ich einfach mal eine Pause brauche.

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Hier findet ihr die weiteren Beiträge zu #Gedanken zur Vereinbarkeit:

Schnuppismama: Von der Vereinbarkeit des realen Lebens mit dem Paralleluniversum ich bin Mama.

Ms Phye: Vereinbarkeit von Ich und Kinder – nicht möglich?!

Motherbirth: Vereinen statt Trennen.

Jongleurin: Bildet Netzwerke!

Sys/adm/ama: Ich bin, wer ich bin.

 

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2 Kommentare zu „Ich versuche es allen anderen recht zu machen – ja, aber was ist denn mit mir? #Gedanken zur Vereinbarkeit

  1. Ich wurde einmal von der Arzthelferin beim Kinderarzt angeschnauzt weil ich 10 Minuten zu spät kam mit Säugling und Kleinkind um 08:00 morgens. „Wir müssen auch unseren Tag planen, jetzt verzögert sich alles“ … Dann gebt mir das nächste Mal bitte einen späteren Termin 😉 – ich versuche täglich alles ein bisschen lockerer zu nehmen. So ein Umzug läuft doch auch nie nach Plan. Ich finde planen garnicht gut. Hinterher ist man nur enttäuscht weil der Plan nicht aufging. Ich dealen viel lieber mit dem Unvorhergesehen. Ist doch auch viel spannender und man lernt flexibler zu werden. Mamis müssen viel viel öfter mal an sich denken.

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