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GUB – ein kurzes Resumee

Ein kleines, kurzes, knappes Resumee

Der Gemeinsame UnterrichtsBesuch in meinem ersten Fach ist geschafft, vorbei, erledigt, abgehakt. Ich habe also 1/4 der „großen“ Meilensteine im Referendariat hinter mich gebracht. Fehlen noch 3. Die schriftliche Arbeit, der zweite GUB und natürlich der Prüfungstag – 2 GUB’s und eine mündliche Prüfung. Aber letzteres ist noch genau ein Jahr hin. Don’t panic. (Meine Mama wird sich hier extra Urlaub nehmen, um Carli zu betreuen. Die denkt mit. Zum Glück)

80 Liter Rindenmulch, 40 Liter Blumenerde, Styroporplatten, Wasser und ’ne Menge Folie

Das brauchte ich alles für meinen Unterricht. Thema der Stunde: Performative Handlungsanweisungen mit Material. Das Risiko: Die SchülerInnen erkennen die Qualität des Performativen nicht und behaupten sich selbst weiterhin im Als-Ob-Modus. Deshalb war das Material unabdingbar, auch wenn es natürlich ein rießen Aufwand gewesen ist. Aber das Material zwingt die SchülerInnen ganz funktional zu performativen handeln. So viel nur zum Stundeninhalt. Ich möchte hier niemanden mit fachwissenschaftlichen Geplänkel langweilen.

Alles in Allem bin ich mit der Stunde sehr zufrieden. Wobei ich sagen muss, dass meine Konzentration auf Höchstleistung war und ich gar nicht mehr alles wahrnehmen konnte. Gerade die lange Reflexionsphase mit den vielen Schülerbeiträgen rauschte nur an mir vorbei und ich habe mehr die Schlagwörter, die ich hören wollte, raus gefilter.

Viel Lob, ein bisschen Kritik

Die Nachbesprechung war sehr freundlich. Man hört ja oft, dass Fachleiter unhöflich und persönlich werden. Meine nicht. Die waren allesamt toll und haben mich wirklich sehr, sehr viel gelobt. Sie finden den Kontakt, den ich zu meinen SchülerInnen habe tolle. Sie haben die Arbeitsbereitschaft gelobt. Meine Unterrichts- und Raumorganisation wurde positiv bewertet (die bei so einer exprimentellen Stunde auch unabdingbar perfekt sein muss, sonst zerschießt man sich selbst die Stunde): Klare Arbeitsbereiche schaffe, wichtige Papiere in einer extra Farbe etc.

Kritik habe ich für 2 Punkte bekommen.

  • Obwohl sie meine Moderation sehr gut fanden, hätte ich in der Reflexionsphase verstärkt auf das Einhalten von Fachbegriffen achten müssen. Sie haben mir auch ein Beispiel genannt. Aber ganz ehrlich? Keine Ahnung. Hab ich nicht mitbekommen. Wie schon oben erwähnt: Ich habe nur noch gefiltert. Aber da muss ich dann beim nächsten Mal meinen Fokus besser einstellen.
  • Mein Entwurf war zu lang. 2 Seiten. Das wurde auch im Protokoll vermerkt. Ich wusste das, aber ich hatte keine Energie mehr zu kürzen. Hätte ich allerdings gewusst, dass es so ein Ding ist… Naja. Zu spät.
Fazit

Ich kann nur immer wieder betonen, dass es schon ein anderer Schnack ist, wenn solche größeren Prüfungssituationen mit höherem Aufwand auf einen zu kommen. In Gesprächen mit Mitreferendaren habe ich gehört, dass es ihnen genauso ging wie mir. Nachts durcharbeiten, Augenringe, Panik. Nur eben ohne Kind. Respekt, haben sie zu mir gesagt, dass du das schaffst. Ja, Respekt habe ich vor mir selbst. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass es ohne Carli bei mir viel anders abgelaufen wäre. Ich schätze sogar mal tränenreicher. So hatte ich ja gar keine Energie mehr zu weinen. Haha. Was ich mir aber DEFINITIV vornehme für die nächsten 3 Meilensteine: NOCH bessere Organisation! NOCH früher beginnen! NOCH mehr Disziplin. Denn ich finde, der ganze Prozess hat  OPTIMIERUNGSBEDARF.

Vielen Dank, meine lieben Leser, für euern Zuspruch. Vielen Dank an alle, die an mich gedacht haben.

PS: Wir haben übringens 1,5h gebraucht, um den Raum wieder aufzuräumen. Ups.

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Ein Kommentar zu „GUB – ein kurzes Resumee

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