familienzuschlag · Kita

Eingewöhnung Kita Woche 2

Auch die zweite Woche startete ohne besondere Ereignisse mit Carli in der Kita. Der Wechsel zwischen Mama und Papa als Begleitperson macht ihr nichts aus. Sie löst sich sehr frei von uns und erkundet ihre Umgebung. Sie sucht Kontakt zu den anderen Kindern, aber auch zu den Erzieherinnen. Ihre Zuneigung zur Praktikantin ist noch vorhanden, allerdings nicht mehr so stark. Sie spielt ebenso gerne mit den anderen.

Das Thema Essen ist allerdings weiterhin unser Manko. Sie findet einfach alles viel zu spannend, als dass sie sich auf so etwas Unwichtiges wie Essen konzentrieren möchte. Gerade ihr Frühstück interessiert sie gar nicht. Beim Mittagessen kann man sie schon eher überzeugen, dass sie etwas zu sich nimmt. Ich denke, weil die anderen Kinder hier auch mitessen, fällt es ihr leichter. Beim Frühstück spielen ja viele bereits, da wir erst um 9:00h kommen und die Kita schon um 8:00 öffnet. Carli schläft aber morgens noch so lange, dass ich sie immer erst kurz von knapp wecke. Ich denke, wenn sie wirklich hunger bekommt, isst sie schon. Früher wecken möchte ich sie ungern.

Denn so ein Kita-Tag ist schon echt lang. Zuhause macht sie ihren Mittagsschlaf eigentlich immer nach 2-2,5h. Durch die Kita ist sie gute 4h wach und wird auch noch ordentlich entertaint. Die Erschöpfung ist also ungleich größer als an einem Tag mit mir Zuhause.

Es ist so schön zu beobachten, wie Carli beginnt ihren Radius zu erweitern. Sie wird immer mutiger und erkundet jetzt nach 7 Tagen auch die anderen Räume. Generell ist sie aber eher zurückhaltend und sucht sich einen guten Beobachtungsposten von dem sie die anderen Kinder gut sehen kann.

Tag 8, leider meine Schicht, war etwas anstrengend. Die erste Stunde haben wir noch schön in der Kita gespielt, aber dann durfte Carli mit in die Bücherei. Einmal die Woche gehen einige Kinder der Kita mit zwei Erzieherinnen in die nahgelegenene Stadtbücherei. Dort ist extra für sie der Kleinkinderbereich reserviert. Es gibt super viele leicht zugängliche Bücher, eine Kuschelecke, Hocker, Kinderstühle und auch ein paar Spielsachen. Ganz entzückend!

Nach dem Ausflug war Carli nur schon so müde, dass sie mir in der Trage sofort einschlafen wollte. Aber die Aufregung wegen der anderen Kinder (spannend!!!) hat sie natürlich nicht schlafen lassen. Sie wollte dann so gerne gestillt werden. Das soll ich aber versuchen zu vermeiden, damit sie weiß, dass es in der Kita keine Mama mit Milch gibt. Ich finde das echt schwierig und für mich ist es auch nicht einfach ihr das zu verweigern. Beim Mittag gegen 11:15 war sie dann echt motzig und fand eigentlich alles doof, hat nur wenig gegessen und ihre Laune hat sich erst gebessert als sie in Ruhe spielen durfte.

An Tag 9 der Kita-Eingewöhnung stand nun die erste räumliche Trennung auf dem Plan. Nach dem Frühstück (also die anderen Kinder haben gegessen, Carli hat sich einfach nur gefreut) habe ich ihr gesagt, dass ich jetzt in den Flur gehe. Dort saß ich dann von 9:20-11:00h. Sie hat das super gut gemacht, ist einmal an mir vorbei gekrabbelt, hat mich begrüßt und ist dann in einen anderen Raum weiter. Die Erzieherinnen haben sie sehr gelobt und ich war natürlich auch ein bisschen stolz auf mein großes Mädi.

Leider war sie dann so fertig, dass sie beim Mittag unzufrieden wurde und gar nicht wusste wohin mit sich. Auf meinem Schoß war es noch in Ordnung, aber so richtig glücklich war sie nicht mehr. Aus der Cafeteria raus, hat sie ein bisschen geweint – sie war einfach so müde – dass die Erzieherinnen uns erlaubt haben zu gehen. Für mich war das schon ein bisschen stressig, weil man sich so verantwortlich fühlt für die Gefühlslage seines Kindes. Und natürlich hat sie dieser aufregende Vormittag auch sehr gefordert. Carli ist schon auf dem Rückweg eingenickt, ich habe sie Zuhause noch kurz gestillt und jetzt schläft sie hoffentlich noch 2h. Dann ist sie sicherlich wieder fit fürs Wochenende.

Was mich ingesamt total erleichtert:

  • Der Wechsel von Mama und Papa als Begleitperson klappt problemlos. (Dass die Kinder sich bei Mama und Papa unterschiedlich verhalten könnten, sei normal so die Erzieherinnen)
  • Carli geht gerne in die Kita und freut sich morgens laut, wenn sie die anderen Kinder sieht.
  • Ich bin mir nach 2 Wochen sicher, dass sie dort gut aufgehoben ist.

Was mir Sorgen macht:

  • Sie isst sehr wenig dort. (Das führt zu vermehrtem Stillen am Nachmittag –> Nahrung und Nähe werden noch mehr benötigt)
  • Ich habe keine Ahnung, wie es werden soll, wenn sie dort schlafen muss.
  • Carli ist eigentlich ab 11h müde, Schlafenszeit ist aber erst zwischen 11:45-12:15.

So geht es weiter:

  • Montag und Mittwoch wird weiter die räumliche Trennung geübt. (Dienstag hat die Kita zu)
  • Perspektivisch wird Donnerstag angedacht, dass wir sie für eine Stunde in die Kita bringen und dann wieder abholen.

 

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